DER TROPFEN - Ein Roadmovie

INFOS ZUM FILM
FSK 12 | 108 Minuten
„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält.“(„Faust“, Erster Teil, J.W. Goethe)

Keiner käme auf die Idee, dass ein normaler Typ wie Rainer aus der deutschen Provinz eine Bombe bauen und nach Berlin bringen will. Solche Taten sind doch nur das Werk von Wahnsinnigen, von extremistisch aufgeladenen Spinnern, oder? Aber wie sicher leben wir eigentlich wirklich? Was machen wir mit Menschen, die keinen Halt finden und kein Halten mehr kennen in der Gesellschaft? Gibt es Möglichkeiten, das aufzuhalten?
Ein Spielfilm über einen Menschen, der glaubt, die Welt zur Ordnung rufen zu müssen.

HANDLUNG

Rainer nimmt sein Leben als eine Kette von Demütigungen wahr. 1989 zum Leben angesetzt, mit fertiger Ausbildung, Aussicht auf Arbeit und Freundin im Schlepptau, wird sein vorgezeichneter Weg durch die Wende jäh unterbrochen. Seitdem hängt er in seinem Heimatort in Thüringen fest, pflegt aufopferungsvoll seine bettlägerige Mutter und lebt von Stütze oder Minijobs. Rainer kommt nicht fort, ist gebunden und festgenagelt. Leere macht sich in ihm breit. Der Frust der Demütigungen und Misserfolge sammelt sich darin. Tropfen für Tropfen. Und es gärt in ihm. Rainer wollte ein geordnetes Leben, eine überschaubare Welt und findet Chaos und Ausweglosigkeit. Er fühlt, dass man die Welt nur in einem Fanal zur Ordnung rufen kann und beschließt, eine Bombe zu bauen, um ein Zeichen zu setzen. Diese verstaut er im Koffer seines Mopeds mit dem er für den örtlichen Mc-Döner-Pizza-Laden Pizzen ausliefert. Er macht sich über verschiedene Städte auf den Weg nach Berlin, fährt über Weimar, Jena, Apolda und Naumburg weiter über Leipzig bis in die Hauptstadt. Auf dieser Fahrt begegnet Rainer seiner eigenen Geschichte. Zum Beispiel seinem Vater, einem alten DDR-Funktionär, der sich nie um ihn gekümmert hat, seiner ersten großen Jugendliebe, einem alten Schulkameraden, der ihn immer gedemütigt hat und nun eine große Nummer in der NPD geworden ist, und noch einige andere. Schließlich kommt Rainer nach Berlin und landet in einer WG. Er verliebt sich in eine junge Frau, in der er alles das sieht, was er gesucht hat: ein geordnetes Leben! Aus der anarchischen Menschengruppe der WG fällt sie völlig raus. Ursprünglich aus der Provinz stammend, ist sie bodenständig und lebt ein geregeltes Leben. Rainer kommt von seinem Vorhaben ab und bastelt an einer gemeinsamen, kleinbürgerlichen Zukunft. Doch als es zu einem gewaltigen Missverständnis kommt, wird er wieder aus der Bahn geworfen, das Fass läuft endgültig über. Er macht die Bombe scharf und fährt sie mit dem Moped zum Brandenburger Tor, wo gerade die alljährliche Silvesterparty beginnt…

CAST

David Emig

Fee Schnittker

Walfriede Schmitt

Florian Martens

Harald Schrott

Winnie Böwe

Jörg Zirnstein

Martha Charlotte Richter

Franziska Troegner

Matthias Freihof

Pierre Sanoussi-Bliss

Pascal von Wroblewsky

Maria Thomas

Christina Emig-Könning

Hannelore Koch-Minetti

Cornelia Lippert

Lucio Nardi

Robert Rating

Werner Daehn

Hans Brückner

Monika Scheler

Oskar Zitzmann

Karsten Troyke

Tania Lebedeva

Jonathan Schmalwasser

Jörg Mischke

Matthias Kubusch

Katharina Löwe

Karl Löwe

Melanie Engelhardt

CREW

REGIE
Matthias Kubusch & Robert von Wroblewsky

SCHNITT
Robert von Wroblewsky

REGIE-ASSISTENZ
Rosa Falkenhagen


MASKE
Laura Zimmermann

REQUISITE
Alexander Höcker
Kurt Konnietzko
Mario Bednarski
Knut Gebhardt

DREHBUCH
Matthias Kubusch


MUSIKDRAMATURGIE
Matthias Kubusch

KAMERA
Christoph Kanter & Robert von Wroblewsky

KOSTÜM
Ramona Kubusch

PRODUKTIONSMITARBEIT
Tobias Kurtz
Maximilian Prötzel
Ramona Kubusch
Christoph Kanter
Severin Richter-Devroe

PRODUZENTEN
Matthias Kubusch & Robert von Wroblewsky

KOPRODUZENT
Pierre Sanoussi-Bliss

TON
Marian Mennerich


TONBEARBEITUNG
Felix Klemke

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